Spee-Förderpreis

Im Jahre 1993 stiftete die Spee-Gesellschaft Trier einen ‚Friedrich-Spee-Förderpreis'. Der Preis wird vergeben für herausragende Dissertationen oder vergleichbare Arbeiten, die dem Werk Friedrich Spees und seiner Zeit gewidmet sind. Er richtet sich an junge Nachwuchswissenschaftler/innen und ist mit 1500 Euro dotiert. Die Preisträger stellen die Ergebnisse ihrer Forschungen in einem öffentlichen Vortrag dar, der im ‚Spee-Jahrbuch' publiziert wird. Bislang sieben Mal wurde der Spee-Förderpreis vergeben (vgl. Gunther Franz in: Spee-Jahrbuch 6 [1999], S. 167-170). Folgende Preisträger/innen sind zu nennen:

 

Frau Dr. Martina Eicheldinger: Friedrich Spee - Seelsorger und poeta doctus. Die Tradition des Hohenliedes und Einflüsse der ignatianischen Andacht in seinem Werk. (Studien zur deutschen Literatur, Bd. 110). Tübingen 1991 (Förderpreis 1993).

Frau Dr. Anne Conrad: Zwischen Kloster und Welt. Ursulinen und Jesuitinnen in der katholischen Reformbewegung des 16./17. Jahrhunderts. (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz, Bd. 142). Mainz 1991 (Förderpreis 1996).

Frau Dr. Elisabeth Biesel: Hexenjustiz, Volksmagie und soziale Konflike im lothringischen Raum (Trierer Hexenprozesse. Quellen und Darstellungen, Bd. 3). Trier 1997 (Förderpreis 1996).

Herr Dr. Peter Oestmann: Hexenprozesse am Reichskammergericht. (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich, Bd. 31). Köln (u. a.) 1997 (Förderpreis 1997).

Herr Dr. Johannes Dillinger: ‚Böse Leute'. Hexenverfolgungen in Schwäbisch-Österreich und Kurtrier im Vergleich. (Trierer Hexenprozesse. Quellen und Darstellungen, Bd. 5). Trier 1999 (Förderpreis 1999).

Frau Dr. Maria Kohle: Das Paderborner Gesangbuch 1609 - Paderborn, 2004. - (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte ; 50). - Erschienen: Bd. 1 - 2 (Förderpreis 2004)

Frau Dr. Cornelia Rémi: Philomela mediatrix: Friedrich Spees 'Trutznachtigall' zwischen poetischer Theologie und geistlicher Poetik.- Frankfurt am Main [u.a.]: Lang, 2006. - 540 S. : Ill.-(Mikrokosmos ; 73) (Förderpreis 2006)

Herr Dr. Andreas Rutz: Bildung-Konfession-Geschlecht. Religiöse Frauengemeinschaften und die katholische Mädchenbildung im Rheinland (16.-18. Jahrhundert).- Mainz: Philipp von Zabern, 2006. -505 S. (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz. Abtlg. für abendländische Religionsgeschichte Bd. 210) (Förderpreis 2007)

Herr Dr. Frank Pohle: Glaube und Beredsamkeit. Katholisches Schultheater in Jülich-Berg, Ravenstein und Aachen (1601 - 1817). - Münster: Rhema Verlag, 2010. - 1128 S. (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme - Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 496 Bd. 29)

Der ‚Spee-Förderpreis' hat sich durch die Qualität der preisgekrönten Arbeiten ein hohes Renommee erworben. Er stellt für engagierte Forscher/innen eine gute Gelegenheit dar, sich die ersten öffentlichen Meriten zu erwerben.
Kontaktaufnahme über den Vorsitzenden der Spee-Gesellschaft, Prof. Dr. Bernhard Schneider.